Tablet-Lösungen für Hotelzimmer – bald eine Selbstverständlichkeit?

ALS I-FRONTDESK ENDE 2012 IN MÜNCHEN GEGRÜNDET WURDE, WAREN VIELE HOTELIERS NOCH RECHT KRITISCH. INZWISCHEN WÄCHST DAS INTERESSE AN MOBILEN CONCIERGE-LÖSUNGEN FÜR HOTELS IMMER MEHR UND DIE VORTEILE WERDEN FÜR GAST UND GASTGEBER IMMER DEUTLICHER.

Es gab dieses Jahr in Halle 6.1 auf der ITB eine regelrechte Anbieter-Explosion. Das beweist, dass der Markt endlich bereit dafür ist und es bleibt abzuwarten, wie sich die Firmen entwickeln und behaupten werden. „i-frontdesk“ hat sich inzwischen im fünf Sterne und Boutique-Segment einen Namen gemacht und wird auch weiterhin Häuser wie die Sacher Hotels in Wien und Salzburg, die kambodschanische Privatinsel Song Saa oder das stylische Flushing Meadows in München ansteuern.

Bei der „i-frontdesk“ Lösung, die einen Innovationspreis von Telefonica gewonnen hat, handelt es sich nicht nur um eine „digitale Gästemappe“. Das System bietet ein sehr starkes Customer Relationship Management (CRM), das, schlau genutzt, dem Hotelier viele Cross- und Upselling Möglichkeiten eröffnet. Das Design ist dynamisch und kann die Gäste bei geistreicher Bild- und Textauswahl auf der emotionalen Ebene abholen. Nützliche Analytik wird erfasst und Prozesse werden optimiert. Wichtig ist allerdings, dass die Hotels sich darüber im klaren sind, dass die regelmäßige Datenpflege im Content Management System (CMS) unumgänglich ist. Wenn der Gast beim nächsten Besuch keine Neuigkeiten vorfindet, wird er diesen besonderen Service womöglich nie wieder beachten.

Erst durch die Integration mit dem hoteleigenen Property Management System (PMS) wird es richtig spannend. Dadurch hat der Gast die Möglichkeit, mühelos sämtliche
hotelinternen (Spa, In-Room Dining) aber auch externen (City Tours, Theaterkarten) Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen, die er am Ende des Aufenthaltes auf der Gesamtrechnung begleichen kann.
Es geht jedoch nicht immer nur um den deutschen Gast im deutschen Hotel! Man stelle sich eine japanische Reisende in Muscat vor! Wie wunderbar wäre es, wenn sie in ihrer Muttersprache rund um die Uhr sämtliche ausgesuchte Empfehlungen und Informationen abrufen könnte. Empfehlungen, die für sie eigens vom Hotelteam zusammengestellt worden sind. In der Zwischenzeit organisieren die meisten von uns ihre Reisen doch auch schon online und selbständig. Daher ist der mobile Concierge nur eine logische Schlussfolgerung.

Dorna Hekmat, Gründerin und Mitinhaberin von „i-frontdesk“, die als Kempinksi-Kind den Concierge als das Herz des Hotels
betrachtet, ist sehr darauf bedacht klarzustellen, dass deren Lösung keinen Menschen ersetzen, sondern entlasten soll. Ein gutes Beispiel dafür demonstriert das Management der Sacher Hotels. Sie zeigen, dass der wirklich erfolgreiche Weg das Zusammenspiel zwischen Tradition und Progressivität ist.
Für die vielen schönen Häuser, die gar keinen Concierge haben, kann es deshalb nur eine Bereicherung sein, die sicherlich dankend von den Gästen angenommen wird.

Das Team von i-frontdesk entwickelte gemeinsam mit der HOTELMARKETING GRUPPE für „Sunnsait – Appartements für Genießer“ eine i-frontdesk-Lösung.

 

Eine Frau Plus drei männer: Die Köpfe hinter i-Frontdesk

DORNA HEKMAT
Ausbildung im „Vier Jahreszeiten“ in München, studierte Hotelbetriebswirtin, Führungsfunktionen in namhaften Hotels, zuletzt fünf Jahre Direktorin des CORTIINA Hotels in München.

DANIEL BERINGER
Studierte Volkswirtschaftslehre in der New York University, war zuvor auf Business Development spezialisiert.

PETER DUESING
Promovierter Physiker (Cambridge, Imperial College in London), baute vorher u. a. als Unternehmensberater für Banken CRM-Systeme auf.

DAVID GOMEZ
Doktor der Wirtschaftswissenschaften (Madrid), entwickelte bereits in den Anfangsjahren des Internet Financial Websites.

 

Text: Dorna Hekmat (CEO & Co-Founder) | Bilder: Portrait von Andreas Acktun,
Restliche Motive i-frontdesk. | www.i-frontdesk.com




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